“Der Westwall als friedenspädagogischer Lernort“ als Videoaufzeichnung

Vorstellung eines Impulspapiers der Friedensakademie Rheinland-Pfalz und der Evangelischen Akademie der Pfalz mit digitaler Podiumsdiskussion

Der Umgang mit symbolträchtigen Ruinen und Landschaften, die im Zweiten Weltkrieg sowohl militaristischen wie auch propagandistischen Zwecken diente, ist gegenwärtig eine große  gesellschaftliche Herausforderung. Mit Beginn 2017 stellten sich die Friedensakademie RLP und die Evangelische Akademie der Pfalz für zwei Jahre dieser Aufgabe und widmeten sich den Ruinen des ‚Westwalls‘, der flächenmäßig größten materiellen Hinterlassenschaft der NS-Zeit in Deutschland.  

Ziel des Projekts war es, ein nachhaltiges Strategiekonzept für einen zeitgemäßen und zukunftsorientierten Umgang mit dem ehemaligen Westwall zu erarbeiten und sein Potential als politischen Lernraum gemeinsam mit ihm Feld aktiven Akteur*innen neu auszuloten. 

Die Ergebnisse des Prozesses wurden in einem Impulspapier von Jana Hornberger, durchführende Mitarbeiterin des Projekts, festgehalten und  am 30. November 2020 in der Reihe akademie_skizzen veröffentlicht. Es skizziert die zentralen Handlungserfordernisse und Spannungsfelder und formuliert Kriterien für ein Gesamtkonzept politischer Bildungsarbeit zum Umgang mit dem ehemaligen Westwall. 

Anlässlich der digitalen Vorstellung diskutierten die Geschäftsführerin der Friedensakademie Charlotte Dany, der Direktor der Evangelischen Akademie Christoph Picker und die Projektmitarbeiterin Jana Hornberger mit dem Vorsitzenden des Stiftungskuratoriums Ralph Erbar, dem Direktor der Landeszentrale für politische Bildung Bernhard Kukatzki, dem Leiter der Landeszentrale für Umweltaufklärung  Roland Horne sowie dem Präsidenten des Deutschen Museumsbundes Eckart Köhne. 

„Die Diskussion hat uns Wege aufgezeigt, wie wir den Westwall besser in das Bewusstsein der Menschen in Rheinland-Pfalz bringen können, so dass er zu einem Lernort des Friedens werden kann. Das ist wichtig für eine zukunftsgerichtete politische Bildungsarbeit“, sagte Charlotte Dany, Geschäftsführerin der Friedensakademie. Akademiedirektor Christoph Picker hält den konzeptionell durchdachten Umgang mit den Westwallanlagen, der den verschiedenen Dimensionen des Bauwerks gerecht wird, für eine anspruchsvolle und lohnende Aufgabe: „Es liegt noch ein langer Weg vor uns.“  

Die Veröffentlichung unter dem Titel ‚Mahnmal ehemaliger Westwall – Geteilte Verantwortung für einen Grenzraum‘ ist hier online verfügbar.Druckexemplare können zum Preis von 9,90 Euro zuzüglich Versand unter info@eapfalz.de bei der Evangelischen Akademie der Pfalz bestellt werden. 

Der unten stehende Mitschnitt der Vorstellung des Impulspapiers  und der Diskussion wird von der Evangelischen Akademie der Pfalz freundlich zur Verfügung gestellt. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.